Federballer unter Ballbeschuss

Die Badminton Abteilung bekommt im Frühjahr einen hochkarätigen Zugang aus Montréal in Kanada: Es ist aber kein neuer Spieler, sondern eine hochmoderne Ballmaschine der Firma Black Knight. Als momentan einziger Verein in Bayern wird sich die Badminton Abteilung des ESV mit einem „Portable Shuttlecock Launcher“ verstärken, einer Ballmaschine, die im Jugend- und Seniorentraining zum Einsatz kommen soll.

Die Vorteile eines solchen „automatisierten“ Zuspiels im Training erklärt der Jugendsportwart Nigel Devereux: „Als Trainer können wir den Athleten beim Schlag besser beobachten und gegebenenfalls gleich korrigieren. Außerdem kann durch die Gleichmäßigkeit des Zuspiels ein Schlag perfektioniert werden.“  Daneben kann man die Maschine natürlich als zusätzlichen Trainer einsetzen, während die „menschlichen“ Betreuer an anderen Fähigkeiten wie den Laufwegen, der speziellen Doppeltaktik oder mentalen Tricks arbeiten. Da die Zuspieler sonst immer aus den Reihen der Athleten kommen und die Qualität der zugespielten Bälle häufig schwankt, kann man durch den Einsatz des „Knight Trainers“ die Genauigkeit, den Spaß und die Wirkung des Trainings extrem erhöhen. Durch vielseitige Programme simuliert die Ballmaschine alle Schlagarten, die es gibt und eine „Random-Funktion“ mit Zeit verzögerten und variierenden Schlägen stellt sicher, dass keine Routine oder Langeweile aufkommt. Die Maschine ähnelt einer Lautsprecher-Box auf einem hohen Stativ und kann leicht auf- und abgebaut werden.

Der „Knight Trainer“ wird die Attraktivität des Trainings enorm erhöhen und sicher auch die „Trainingsfaulen“ mal wieder zum Schlagtraining bringen. Natürlich muss die Badminton-Abteilung für die neue Maschine tief in die Tasche greifen, die Investition gehört jedoch zur neuen Ausrichtung der Abteilung, verstärkt im Jugendbereich und in die Ausbildung junger, talentierter Spieler zu investieren. Zusätzlich unterstützt der Verein den Erwerb neuer C-Trainer Lizenzen und veranstaltet demnächst eine große Jugendfreizeit.

von Manuel Boecker