Fünf Siege von fünf Teams

Erfolgreicher Saisonstart der ESV Badminton Seniorenmannschaften

Zum ersten Mal seit Gründung der Badminton Abteilung im ESV starten die „Federballer“ mit fünf Seniorenteams in die Saison 2012/13- und das mit einem furiosen Ergebnis nach den ersten drei Spieltagen: Von den 15 Spielen der fünf Mannschaften konnten gleich 12 gewonnen werden, bei zwei Unentschieden und nur einer Niederlage. Damit hat sich der Schritt, eine 5.Mannschaft mit einer Mischung aus erfahrenen Wiedereinsteigern und neuen Mitspielern in der untersten Spielklasse anzumelden, als vollkommen richtig erwiesen.

Die 1.Mannschaft hat in der Bezirksoberliga nach dem denkbar knapp verloren gegangenen Relegationsspiel in der letzten Saison auch in diesem Jahr wieder den Aufstieg in die Bayernliga als Ziel vor Augen. Mit zwei Startsiegen zu Beginn hat die Truppe dieses ehrgeizige Ziel auch untermauert, bevor das Remis gegen die Dritte des  Nachbarn TSV Neuhausen Nymphenburg für einen kleinen Dämpfer gesorgt hat. Trotzdem liegt die Mannschaft mit 5:1 Punkten auf dem 2.Tabellenplatz, das Duell gegen den ebenfalls ungeschlagenen TuS Geretsried wird sicherlich der Gradmesser, ob auch am Ende ein Platz unter den ersten zwei möglich ist. Das Potential dazu hat die Mannschaft auf jeden Fall, denn durch den Doppel- und Mixedspezialisten Calvin Devereux hat sich die Erste nicht nur verjüngt, sondern auch verstärkt. Daneben stehen natürlich der Vereinsmeister Stefan Steger und der Vizemeister Oliver Winter, Mannschaftsführer Mirko Menzel und die starken Damen Katharina Suckfüll und Susanne Höfle an den Wochenenden für den ESV1 auf dem Feld.

Die 2.Mannschaft hatte ebenfalls in der letzten Saison trotz einer bärenstarken Rückrunde den Aufstieg um einen Punkt verpasst, sodass auch 2013 wieder der Aufstieg von der Bezirksliga in die Bezirksoberliga angestrebt wird. Zwar hat Stammspielerin Marie-Theres Reiser den Verein in Richtung Hamburg verlassen, aber dafür kam Nachwuchshoffnung Pati Schütz, im letzten Jahr noch ungeschlagen eine Liga darunter, und Thomas Käsmayr aus Diedorf hinzu. Nicht zu vergessen natürlich Christian „Smash“ Eberl, der in der vergangen Saison noch in der ersten Mannschaft auf Punktejagd ging. Unter sehr widrigen Bedingungen wegen Urlaub und vielen Krankheitsausfällen gelang der Zweiten ein hervorragender Start mit 6:0 Punkten und damit vorerst ein 2.Tabellenplatz. Auf Messers Schneide stand dabei lange der Sieg gegen die Reserve aus Lohhof, denn nach diversen Absprachefehlern und Missverständnissen musste man plötzlich mit nur drei Herren und damit einem 0:2 Rückstand in die Partie gehen- und gewann durch die Matchwinner Claudia Böhm und Christian Eberl im abschließenden Mixed noch mit 5:3.

Die 3.Mannschaft liegt nach zwei Siegen und einer deutlichen Niederlage gegen den Aufstiegskandidaten aus Geretsried auf einem guten 3.Platz, eine Platzierung die für Mannschaftsführerin Steffi Einwang auch am Ende in Ordnung gehen würde. Die Bezirksklasse A ist traditionell leistungsmäßig sehr eng besetzt, so wird es sicher noch viele knappe 3-Satz-Spiele und damit die ein oder andere Überraschung geben. Für die Dritte gehen Steffi Einwang und Stefanie Wimmer, Bernd Rädle, Christian Peters und Manuel Boecker an den Start. Eine echte Stammbesetzung wird sich nach den Krankheitsausfällen der ersten Spieltage und den Reserveeinsätzen in anderen Mannschaften sicher bald etablieren.

Ebenfalls in der Bezirksklasse A, jedoch in einer anderen Staffel, spiel die 4.Mannschaft des ESV, die in dieser Saison das Zeug zum Favoritenschreck hat. Bereits drei Siege und Tabellenplatz 2 stehen zu Buche, wobei ein Ende der Serie nicht in Sicht ist, denn mit Erwin de Gouw hat man einen Spitzenmann ins Team geholt, der vor kurzem noch einige Ligen höher gespielt hat. Der gute Teamgeist bringt das weitere Quentchen Glück, um auch die engen Spiele gewinnen zu können. Mannschaftsführer Klaus Zimmermann möchte auf jeden Fall so lange wie möglich oben mitspielen, am Ende könnte es wohl ein Platz zwischen 2 und vier werden.

Auch die neue gegründete 5.Mannschaft ist in der Bezirksklasse B hervorragend in die Saison 2012/13 gestartet, nach zwei Siegen und einem Remis steht auch hier erstmal Tabellenplatz zwei zu Buche. Mannschaftsführer York Waaser will mit seiner neu zusammen gewürfelten Mannschaft vor allem erfahrenen Wiedereinsteigern eine Einsatzmöglichkeit geben und neue Spieler an den Ligabetrieb heran führen. Umso erfreulicher ist es, dass die neuformierte Fünfte in den ersten drei Spielen gleich mal ein paar etablierte Mannschaften aufgemischt hat.

In der Badminton Abteilung laufen momentan auch die Vorbereitungen auf das nächste große Turnier, am 24. und 25. November richtet der ESV wie im letzten Jahr die bayerische Einzelmeisterschaft der Altersklassen U11 bis U19 aus. Bei diesem prestigeträchtigen Turnier zeigen die besten bayerischen Jugendlichen ihr Können um sich für die nächsten deutschlandweiten Turniere zu qualifizieren. Organisator und Jugendtrainer Nigel Devereux hofft natürlich, dass der ESV Nachwuchs wieder in einigen Altersklassen vorne mitmischen kann. Zuschauer sind bei diesem hochklassigen Event im Sportpark Nymphenburg herzlich willkommen, die Mitglieder der Badminton Abteilung sorgen wie immer für das leibliche Wohl.

von Manuel Boecker

Änderung Trainingszeiten

An alle ESV-ler,

da jetzt der Winterspielplan beginnt, achtet bitte darauf, dass sich die Trainingszeiten geringfügig geändert haben.

– Am Dienstag entfällt das Jugendtraining

– Das Jugendtraining am Freitag wird eine halbe Stunde verlängert von 18:30 – 20:00

– Das Erwachsenen-Training am Freitag beginnt eine halbe Stunde später um 20:00 Uhr

– Das Erwachsenen-Training am Sonntag wurde vorverlegt: 10:30 – 13:30 Uhr

Alle außerordentlichen Änderungen im Trainingsablauf gibt’s hier.

Vereinsmeisterschaften 2012

Der Alte ist auch der Neue: Stefan Steger hat seinen Vereinsmeister-Titel bei den Herren im Einzel verteidigt und besiegte in einem knappen Endspiel Oliver Winter. Dieses Mal übrigens in drei Sätzen, im letzten Jahr ging das Spiel noch in zwei zu null Sätzen an Stefan. Bei den Damen holte sich Susanne Höfle vor Katharina Suckfüll den Titel. Nach dem Ausfall der Damentitelkämpfe im letzten Jahr gingen 2012 erfreulicherweise gleich sieben Damen an den Start. Die Vereinsmeisterschaften des ESV im Einzel wurden diesmal am 15. Juli ausgetragen, einen ganzen Sonntag kämpften die 18 Herren und sieben Damen um die zwei Titel. Es wurden viele spannende Spiele aber keine großen Überraschungen geboten, die Favoriten setzten sich am Ende durch. Bei den Herren kam Thomas Käsmayr als Dritter vor Mirko Menzel aufs Podium, bei den Damen konnte Judith Seel den heran stürmenden Youngster Pati Schütz noch einmal stoppen.

Eine Woche später folgte gleich die nächste Runde des vereinsinternen Turniers, mit den Doppel Vereinsmeisterschaften wurde 2012 beim ESV ein Novum eingeführt. Hier spielten zehn Herren- und zwei Damendoppel in einer gemischten Konkurrenz um die Titel. Mit dem knappsten aller Ergebnisse, nämlich einem 22:20 im dritten und entscheidenden Satz gewann das Top-Doppel der zweiten Mannschaft aus der abgelaufenen Saison, Calvin Devereux und Tim Slagman, den Titel. Das Nachsehen im Nervenkrimi hatten diesmal Benny Steger und sein Partner Oliver Winter, der sich nach dem dritten verpatzten vereinsinternen Finale in Folge nun spaßeshalber FC Bayern Badminton nennen darf. Den dritten Platz holten sich Mirko Menzel und Stefan Steger im kleinen Finale vor Christian Peters und Thomas Käsmayr. Die beiden U15 Jugendspieler Daniel und Patrick hielten ebenfalls gut mit bei den „Großen“ und belegten einen tollen achten Platz. Nach dem sie bereits in der gemischten Konkurrenz den zehnten Platz belegt hatten und damit ein Herrendoppel hinter sich ließen, besiegten Steffi Einwang und Pati Schütz im reinen Frauenfinale ihre Kolleginnen Petra Zimmermann und Anett Ratzek.

Einen „Doublegewinner“ hat es also nicht gegeben, auch ein Beweis, dass in Einzel und Doppel jeweils die „Spezialisten“ die Nase vorn haben. Vielleicht sollte bei genug Meldungen und Platzkapazitäten auch noch das Mixed in die Vereinsmeisterschaft aufgenommen werden.

von Manuel Boecker

Riesenstimmung in der Riesstraße

Die Badmintonwettbewerbe der Special Olympics wurden tatkräftig von der ESV Badmintonabteilung unterstützt

Vierzig Jahre nach den „großen“ Olympischen Spielen 1972 in München, kehrte der olympische Geist 2012 mit den Special Olympics Deutschland wieder in die Landeshauptstadt zurück. Special Olympics ist die weltweit größte Sportbewegung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung.

Vom 20. bis 25.05 starteten ungefähr 5000 Sportler in 26 Einzel- und Teamsportarten im und rund um das Olympiastadion München. Dass das Motto „Lasst mich gewinnen, doch wenn ich nicht gewinnen kann, so lasst mich mutig mein Bestes geben“ weit über das bekannte „Dabei sein ist alles“ hinaus geht, war beim Besuch der Sportstätten und im Gespräch mit den Teilnehmern sofort zu spüren. Die einzigartige Atmosphäre aus Fairness, Spaß und Respekt macht diese Spiele zu einer Ausnahme im jährlichen Sportkalender. Die Organisatoren legen Wert auf die Bezeichnung „Wettbewerbe“ statt „Wettkämpfe“, denn durch die Einteilung in individuelle Leistungsgruppen hat jede Athletin, jeder Athlet, die Chance, auf dem Siegerpodest zu stehen, unabhängig vom Grad der Behinderung.

Die Badmintonwettbewerbe vom 22. bis 24.05. in der Sporthalle an der Riessstraße wurden dabei mehr als tatkräftig von der Badminton Abteilung des ESV München unterstützt. Allen voran brachte der Jugendwart- und Trainer Nigel Devereux seine gesamte Erfahrung in der Durchführung von solchen Großereignissen mit ein. Daneben besetzten viele ESV Mitglieder über volle drei Tage den Verpflegungsstand für Sportler, Betreuer und Zuschauer, was tagsüber und an normalen Werktagen sicher keine Selbstverständlichkeit war. Dazu war der ESV Kuchenstand mit sozial verträglichen Preisen bei den Spielen eine Einmaligkeit, die es bei den anderen Sportarten nicht gab. Auch als Betreuer, Fotografen, am Verkaufs- und Besaitungsstand waren unsere Mitglieder begeistert im Einsatz, denn diese Wettbewerbe erzeugten einen solchen Sog der guten Laune, dass man gar nicht umhin kam, auf den Zug der Special Olympics aufzuspringen. Begonnen wurde jeder Tag mit einem gemeinsamen Tanz, der von Anfang an für grandiose Stimmung gesorgt hat, die sich nur noch bei der großen Siegerzeremonie steigern ließ: Unter Blitzlichtgewitter, Musikeinspielungen und Live Trommeln wurden ausgiebig alle Sieger und Platzierte von den Teilnehmern und Betreuern gefeiert. Dass dabei nur wenige Zuschauer den Weg in die Halle gefunden haben ist der einzige Wehrmutstropfen. Den Erfolg einer solchen Veranstaltung an nackten Zuschauerzahlen zu messen, wäre aber sicher falsch, denn jeder einzelne Besucher, der auch den Kontakt mit den Sportlern gesucht hat, wird sein Bild von „Behinderten“ überdenken und sich neue Gedanken über die aktive Teilnahme von Menschen mit geistiger Behinderung am gesellschaftlichen Leben machen.

Vorbildlich zu sehen war auf jeden Fall der gegenseitige Respekt der Sportler untereinander. Das Bild des Tages lieferten dabei zwei Teilnehmer im Herreneinzel, die sich nach einem umkämpften, tollen und knappen Spiel in die Arme gefallen sind und gemeinsam auf dem Feld verschnauft haben. Von dieser Größe kann sich so mancher „normale“ Amateursportler, der auf verbissenen Kampf und versteckte Fouls setzt, eine dicke Scheibe abschneiden.

 von Manuel Boecker

Erlebnisbericht des Jugendwartes Nigel Devereux zu den Special Olympics

„Was wird das wohl werden?“, dachte ich mir als Dieter Gläßer seinen frischgebackenen Breitensportreferenten zum Auftaktgespräch der Special Olympics Organisation einlud. Da stand diese zierliche Person namens Andrea Mönch und erzählte uns etwas von 107 geistig Behinderten, die erst in Gruppen nach dem Schweizer System immer 5-Minuten Matches spielen und bei den Doppeln sogar mit dem Kaiser/Königspiel in Gruppen eingeteilt werden, bevor sie dann zu den Endspielen schreiten. Und sie erzählte uns das Ganze so bewegend und mit solchem Elan, dass ich spontan im Namen des ESV zusagte den Brotzeitstand zu machen und sogar den Sportstättenmanager zu geben. „Was wird das wohl werden?“, dachten sich dann meine Vorstandskollegen als ich ihnen erzählte, dass ich unsere Hilfe schon zugesagt habe. Keiner konnte sich vorstellen wozu ich sie da nötigte. Aber meine Vorstandskollegen sind „Nigel-geprüft“, hatte ich doch im ersten Jahr nach Gründung der Jugendabteilung schon die Bayerische EM ins Haus gebracht.  Unsere Aufgabe war es die Halle badmintontechnisch herzurichten und den Brotzeitstand zu organisieren, also sonntags Bierbänke vom ESV holen und in der Riesstrasse aufbauen, Netze mit den neuen Netzständern aufbauen, eine Behelfsküche installieren – Nach nur drei Stunden war die Halle und der Cateringbereich komplett hergerichtet.

Dienstag ging es dann los, die Kuchen und Salatspenden, die wir von den Mitgliedern bekommen hatten, waren schnell auf den Tisch gebracht, Semmeln belegt, Brezenstangen gebuttert und der Kaffee gekocht. Die Athleten kamen alle in die Halle. Die Begrüßung war dann das erste Anzeichen, dass es hier anders zugeht als bei der Bayerischen EM. Andrea rief alle zu einem Kreis zusammen, es wurde gesungen, geklatscht und getanzt. Schon war eine super Stimmung da!

In den Spielen strengten sich alle nach besten Kräften an. Man freute sich über die eigenen Punkte,  tröstete aber auch schon mal den Gegner. Zum Einteilen in die Gruppen wurden, wie gesagt, die Vorrundenspiele nach dem Schweizer System gespielt. Erst am zweiten Tag wurden die Plätze im Gruppensystem ausgespielt. Hier waren dann gleichstarke Paarungen die Regel und so gab es Dreisatzspiel um Dreisatzspiel. Andrea, Jan und Flo in der Turnierleitung hatten alle Hände voll zu tun um das zeitlich in den Griff zu bekommen. Aber Dank eines ausgeklügelten Systems an farbigen Spielzetteln, einer sehr guten Aufrufzone und disziplinierten Spielern lief  alles reibungslos ab.

Bei den Special Olympics gibt es unwahrscheinlich viele Helfer, die die Spieler begleiten. Dafür wurden Münchner Schüler rekrutiert – und waren sie am ersten Tag noch zögerlich, so waren sie spätestens am dritten Tag erstens von Badminton und zweitens von ihren Schützlingen begeistert und feuerten sie auf dem Spielfeld engagiert an. Seitens des BBV war Tobias Örtel als Referee unterwegs. Ihm standen ca. 20 Schiedsrichterhelfer in der Halle zur Seite. Der Reinerlös des Brotzeitstands wird der Jugendarbeit im ESV zu Gute kommen. Der komplette erweiterte Vorstand (alt und neu) spendete wie immer Zeit, Kuchen oder Salat. Etwas verbesserungswürdig ist das soziale Engagement der Jugendlichen und der anderen Spieler aus deren Reihen sich bei solchen Events leider nur wenige melden, deswegen hier auf jeden Fall mit besonderem Dank bedacht die Familien Schütz, Zett, Bauer/Pachner, Mangstl/Zimmermann und Sepp Schmidbauer, der nicht nur als Feldhelfer/Schiri unterwegs, war sondern auch immer irgendwo die Zeit hernahm uns einen Kuchen vorbeizubringen. Also ein Riesenlob für diese Familien und Helfer, die bei jedem Turnier „wie eine Eins“ da stehen. Alles in allem war es eine super runde und gelungene Veranstaltung, die uns alle inspirierte

N.D.